Emotionales Essen – Warum wir ohne Hunger essen


Eigentlich ist es ja ganz einfach: Wir essen, wenn wir Hunger haben und wenn wir satt sind, hören wir auf. Leider nicht immer! Denn neben dem körperlichen Bedürfnis nach Nahrung, wird oft auch bei unangenehmen Gefühlen und Gewohnheiten zum Essen gegriffen.

Meist haben wir bereits im Kindesalter gelernt, dass nicht nur aufgrund von Hunger gegessen wird.

Du kennst bestimmt noch eine Situation von früher, in der Du von Deinen Eltern oder auch Großeltern mit Essen belohnt wurdest– zum Beispiel eine Lolly oder ein Eis, wenn Du etwas gut gemacht hast. Auch Sätze, wie „Wenn Du Deinen Teller nicht auf isst, wird morgen schlechtes Wetter“, können unser Essverhalten prägen und auch dazu führen, dass das Sättigungsgefühl womöglich verloren geht. So essen heute noch einige ihren Teller auf, obwohl sie bereits satt sind.

Emotionales Essen oder Hunger hängt oft mit bestimmten antrainierten Verhaltensmustern zusammen. Auch der zwanghafte Gang zum Süßigkeitenschrank nach einer stressigen Situation ist eine Art emotionaler Hunger, der zur Gewohnheit geworden ist.

Gleichzeitig versucht man über emotionales Essen, etwas zu befriedigen, was über das körperliche Bedürfnis nach Nahrung hinaus geht. So wird Essen zum Hilfsmittel, um mit bestimmten Gefühlen und Situationen besser klar zu kommen. Die Schokolade wird zur „besten Freundin“ bei Stress und die Eisbox zum „Kumpel“ bei Liebeskummer.

Wie kann ich mir emotionales Essen abgewöhnen?

Mach es Dir bewusst! Wenn Du erkennst, dass Du in stressigen oder emotionalen Situationen Verlangen nach Schokolade, Chips und Co hast, kannst Du dir zukünftige eine Alternative zum Essen suchen: Vielleicht hilft Dir schon eine Runde um den Block.

In belastenden Situationen solche Alternativen einzubauen geht nicht von Jetzt auf Nachher und wird auch nicht sofort gelingen. Es ist vielmehr ein Prozess neuer Gewohnheiten, welche Zeit brauchen.

Die Ursachen von emotionalem Hunger können sehr unterschiedlich sein, sodass in Fällen von stark zwanghaftem Verhalten bis hin zu Essenssucht therapeutische Hilfe durchaus nötig sein kann.

Emotionales Essen betrifft unsere Gefühlswelt. Es geht nicht darum, etwas zu essen, sondern vielmehr, unsere Gefühle zu befriedigen. Daher ist es wichtig, andere Wege dafür zu finden. Das kann eine Sporteinheit nach einem stressigen Tag, ein Gespräch mit Freunden bei einer traurigen Nachricht oder auch ein erfüllendes Hobby bei Langeweile sein.

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Deine
Katrin Therjan

Lizenzierte Ernährungsberaterin, Expertin für Gewichtsmanagement und Deine persönliche Abnehmbegleitung